Toleranz-Belegstelle Haßberge

D.I.B. Präsident Peter Maske gratuliert zum 40-jährigen Bestehen der Belegstelle

Die Belegstelle Haßberge wird vom Bezirksverband Unterfranken unterhalten.
Es ist eine Landbelegstelle mit den Merkmalen einer Rassebelegstelle. Der Schutzradius von 7,5 km ist gesetzlich geschützt. Es dürfen keine anderen Bienenrassen darin gehalten oder dorthin verbracht werden (siehe Tierzuchtgesetz). Die dort gehaltene Rasse ist Carnica. Die Belegstelle Haßberge konnte 2009 ihr 40-jähriges Bestehen feiern. Zur Jubiläumsfeier bei schönstem Sonnenschein überbrachte der D.I.B. Präsident Peter Maske die besten Glückwünsche.

 


Belegstellenteam Belegstelle Haßberge

Leiterin der Belegstelle

Frau Renate Hau

Tierwirtin Fachrichtung Bienen
Kräuterpädagogin
Dorfplatz 8
97519 Riedbach
Mobil: 0170 8161879
E-Mail: Renate.Hau(bei)web.de

 

 

Belegstellenteam

Dieter Müller
Am Kayertal 6
96176 Pfarrweisach-Kraisdorf
Telefon: 09535 1586

Horst Kresser
Schönaustraße 15
97486 Königsberg-Unfinden
Telefon: 09525 1044

 


Routenplaner zur Belegstelle Haßberge

GPS Koordinaten für Navigation:
Nord: 50° 12’ 35,4”     Ost: 10° 28’ 38,9”    (50.20983,10.47747)

Externe Seite: Routenplaner zur Belegstelle Haßberge


Historie

Zur Geschichte der Belegstelle

Im Jahre 1969 wurde die Belegstelle Haßberge vom Bezirksverband Imker Unterfranken gegründet. Einige Jahre wurden die Vatervölker im Freien aufgestellt, bis der Bezirksverband eigens für diesen Zweck ein Bienenhaus errichten ließ. In den Jahren 1969 bis 1978 wurde von der Belegstelle aus maßgebliche Arbeit geleistet, der Bienenrasse Carnica hier in unserer Gegend zum Durchbruch zu verhelfen.
Zur Fortführung der Belegstelle Haßberge konnten vom Bezirksverband immer wieder Imker gewonnen werden, die bereit waren, die Arbeit an der Belegstelle fortzuführen.
Die Reinzuchtbelegstelle in den westlichen Haßbergen, nahe an der Stelle, wo die Landkreise Haßberge, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt aufeinander treffen, befindet sich in einem großem Waldgebiet. Insofern liegen hier günstige Voraussetzungen für eine Landbelegstelle vor, um kontrollierte Paarungen zu erzielen.
Im Zuge der staatlichen Anerkennung als Reinzuchtbelegstelle im Jahre 1982 wurde um die Carnica-Bienenbelegstelle ein Schutzkreis mit einem Radius von 7,5 km ausgewiesen. Darin dürfen keine anderen Bienen – ausgenommen Bienen der gleichen Zuchtrichtung – gehalten oder dahin verbracht werden.
Ab 2007 wird die Belegstelle als Varroa-Toleranz-Belegstelle geführt. Dies ist die erste dieser Art in Bayern.
Bienenzüchter und Imker sind gleichermaßen aufgerufen, die Belegstelle in der Saison mit Begattungsvölkchen zu beschicken und damit am Zuchtfortschritt teilzuhaben. Die Zuchtstoffausgabe an mehreren Terminen in den Monaten Mai bis Juli dient ebenfalls dazu, gutes Zuchtmaterial innerhalb der Imkerschaft weiter zu verbreiten. Nicht zu unterschätzen ist der Treffpunkt „Belegstelle“ für den Erfahrungsaustausch der Imker untereinander.

 


 

Belegstellenordnung

Ostheim, 08.05.2008

Belegstelle des Bezirksverbandes Imker Unterfranken   
im Landesverband Bayerischer Imker e.V.


B e l e g s t e l l e   H a ß b e r g e -
Varroatoleranzbelegstelle

Die Reinzuchtbelegstelle des Bezirksverbandes Imker-Unterfranken „Haßberge 63“ ist eine nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes geführte, staatlich anerkannte und geförderte Einrichtung.
Im Bereich der Belegstelle dürfen im Radius von 7,5 km nur Nachkommen gleichrassiger, auf Leistung, Eigenschaften und Merkmale ausgelesene Bienenvölker der Carnica-Rassse = K (Apis mellifica carnica) fliegen, wie es das Bayerische Tierzuchtgesetz vom 10.8.1990 in Art.13 Abs.3- in der jeweils gültigen Fassung – fordert.
Jeder Belegstellenbeschicker hat am Tag der Anlieferung seiner Begattungskästchen formlos seine Anschrift einschließlich seiner Telefonnummer mit Angabe der Zahl der angelieferten Königinnen und dem Datum der Anlieferung der Belegstelle mitzuteilen. Diese Mitteilung ist in den Briefkasten der Belegstelle einzuwerfen.
Eine Amtstierärztliche Bescheinigung nach § 5 Bienenseuchenverordnung-VO mit klinischer Untersuchung im Herkunftsbetrieb sowie der Faulbrutfreiheit der Herkunftsortes ist Voraussetzung, um die Bienen bei der Belegstelle anzuliefern
Es dürfen keine Bienen angeliefert werden, die aus einem Gebiet stammen, in dem anzeigepflichtige Bienenkrankheiten - wie z.B. die bösartige Faulbrut - festgestellt wurden.


Die Anlieferung und Abholung der Paarungsvölkchen darf ausschließlich
morgens vor 9:00 Uhr und
abends zwischen 18.00 und 21.00 Uhr erfolgen.

Dieser Zeitrahmen ist unbedingt einzuhalten, da sonst der Tagesrhythmus der Bienen und der Königinnen beim Begattungsflug gestört wird.
Die Anlieferung der Paarungsvölkchen erfolgt in Einwabenkästchen. Jedoch sind auch die neuartigen Mehrwabenkästchen erlaubt, wenn sie mit einer Glasscheibe oder mit einer Klarsichtfolie abgedeckt sind. Die Paarungsvölkchen müssen absolut drohnenfrei sein. Ist kein Belegstellenbetreuer bei der Anlieferung der Paarungsvölkchen anwesend, wird die Kontrolle auf Drohnenfreiheit am frühen Morgen des folgenden Tages durchgeführt. Werden hierbei Drohnen festgestellt, so werden die Kästchen – bis auf die nötige Luftzufuhr geschlossen und der Imker wird aufgefordert, die gesamte Anlieferung unverzüglich wieder abzuholen. Aus seuchenhygienischen Gründen wird genauso verfahren, wenn im Paarungsvölkchen statt eines Mittelwandstreifens ein alter Wabenbau bzw. ein Altwabenrest vorgefunden wird.
Schutzkästen oder andere Aufstellungseinrichtungen dürfen nur verschlossen werden, wenn auch ein Mitglied des Belegstellenteams einen Zweitschlüssel besitzt. Bitte nehmen Sie rechtzeitig Verbindung mit Frau Hau auf, um die Angelegenheit zu klären.
Im Kästchen unterhalb des Belegstellenbriefkastens befinden sich die Postkartenvordrucke für die Meldung der erforderlichen Daten an die Belegstelle. Bitte füllen Sie diesen Vordruck am Tag der Abholung Ihrer Begattungsvölkchen vollständig aus und werfen die Postkarte in den Belegstellenbriefkasten. Sollte Ihnen dies bei der Abholung nicht möglich sein, bitten wir Sie um umgehende Zusendung der ausgefüllten Postkarte (auch Download in PDF oder Word möglich) an die aufgedruckte Adresse. Wir sind hier in diesem Waldgebiet Gäste. Bei der Nutzung der Belegstelle ist immer auf Ruhe, Ordnung und Sauberkeit zu achten.
Die Benutzung der Belegstelle Haßberge ist (ab 2008) bis auf eine Gebühr von 1,00 Euro pro angelieferter Königin kostenlos. Durch die Möglichkeit der täglichen Anlieferung wird die Zuchtplanung den Imkern sehr erleichtert. Wir bitten Sie unsere Belegstellenordnung einzuhalten, damit ein ordnungsgemäßer Belegstellenbetrieb möglich ist. Die Öffnungszeiten der Belegstelle sowie besondere Hinweise und Informationen zum Belegstellenbetrieb sind in der jeweiligen Maiausgabe der drei Imkerfachzeitschriften „ADIZ“, „die biene“, und „Imkerfreund“ oder hier unter "Termine" veröffentlicht.


Mit freundlichen Grüßen
Ihre Belegstellenleitung
Renate Hau

Mobil: 0170 8161879
E-Mail: renate.hau(bei)web.de